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Komplettladung oder Teilladung: Unterschiede, Lademeter und wann sich welche lohnt

Autorenbild: Thomas Kogler
Thomas Kogler
25. Okt.
3 Min. Lesezeit

Stand: 25. Oktober 2026. Ob eine Sendung als Komplettladung, Teilladung oder Sammelgut fährt, entscheidet über Preis, Laufzeit und wie oft die Ware angefasst wird. Hier erklären wir die Unterschiede, rechnen Lademeter vor und sagen, ab wann wir zur Komplettladung raten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Komplettladung (FTL): Ein Lkw fährt nur Ihre Sendung, direkt von der Lade- zur Entladestelle, ohne Umladen.

  • Teilladung: Ihre Sendung belegt einen Teil der Ladefläche, der Rest wird mit anderen Sendungen aufgefüllt.

  • Sammelgut: Kleinere Sendungen laufen über Umschlaglager und werden dort gebündelt und wieder verteilt.

  • Lademeter: 1 Lademeter ist 1 Meter Ladefläche über die volle Breite. Ein Sattelauflieger hat 13,6 Lademeter.

  • Unsere Faustregel: Ab 10 Lademetern raten wir in der Regel zur Komplettladung.

Komplettladung, Teilladung, Sammelgut im Vergleich


Komplettladung (FTL)

Teilladung

Sammelgut

Ladefläche

ganzer Lkw für Sie

Teil des Lkw

einzelne Packstücke oder Paletten

Weg

direkt

meist direkt, mit Zwischenstopps

über Umschlaglager

Umladen

nein

in der Regel nein

ja

Laufzeit

planbar, kurz

abhängig von Zuladungen

länger, feste Linienfahrpläne

Typische Größe

ab ca. 10 Lademeter

einige Lademeter

einzelne Paletten

So berechnen Sie Lademeter

Ein Lademeter beschreibt, wie viel Länge einer Ladefläche eine Sendung belegt. Gerechnet wird mit der Standardbreite eines Sattelaufliegers von 2,4 Metern:

Lademeter = Länge × Breite der Sendung (in Metern) ÷ 2,4

Ladungsträger

Maße

Lademeter je Stück

Stück je Sattelauflieger

Europalette

1,20 × 0,80 m

0,4

33

Industriepalette

1,20 × 1,00 m

0,5

26

Beispiel: 25 Europaletten belegen 25 × 0,4 = 10 Lademeter. Bei stapelbarer Ware zählt nur die Grundfläche – ob gestapelt werden kann, hängt von Ware und Innenhöhe ab. Mehr dazu in unserem Beitrag Megatrailer oder Standardauflieger.

Bei Maschinen, Rohren oder anderer Ware ohne Palette gilt die Formel nicht. Dann zählt die längste Seite und ob daneben noch Platz für andere Sendungen bleibt.

Ab wann sich die Komplettladung lohnt

Unsere Faustregel bei Spedination: Ab 10 Lademetern raten wir in der Regel zur Komplettladung. Das entspricht 25 Europaletten oder 20 Industriepaletten. Bei dieser Menge bleiben auf einem Sattelauflieger nur noch 3,6 Lademeter frei – zu wenig, um sie verlässlich mit anderen Sendungen in dieselbe Richtung aufzufüllen.

Auch unterhalb von 10 Lademetern kann eine Komplettladung die bessere Wahl sein:

  • Termingebundene Ware: Wenn die Ware zu einem festen Zeitpunkt ankommen muss, ist der direkte Weg ohne Zwischenstopps planbarer.

  • Empfindliche Ware: Ohne Umladen wird die Ware weniger oft bewegt.

  • Sperrige oder nicht stapelbare Ware: Wenn eine Sendung zwar wenig wiegt, aber viel Platz braucht, ist der Lkw schnell voll.

  • Sonderanforderungen: Bestimmte Aufbauten, Seitenbeladung oder feste Ladezeiten lassen sich mit einem eigenen Lkw leichter einhalten.

Wann eine Teilladung reicht

  • Kleinere Mengen: Wenige Lademeter, die nicht zu einem festen Termin ankommen müssen.

  • Flexible Liefertermine: Wenn ein Tag mehr Laufzeit keine Rolle spielt.

  • Gängige Relationen: Auf häufig gefahrenen Strecken findet sich leichter ein Lkw, der Platz frei hat.

Was Sie für ein Angebot angeben sollten

  • Lade- und Entladeort: mit Postleitzahl und Land.

  • Menge: Anzahl und Art der Ladungsträger oder Lademeter.

  • Gewicht: Gesamtgewicht der Sendung.

  • Stapelbarkeit und Höhe: Ob gestapelt werden darf und wie hoch die Ladeeinheiten sind.

  • Termine: gewünschter Lade- und Liefertermin, feste Zeitfenster.

  • Besonderheiten: Seitenbeladung, Hebebühne, Temperatur oder Gefahrgut.

Bei grenzüberschreitenden Transporten spielen außerdem Maut und Fahrverbote in den Preis hinein – einen Überblick gibt unser Beitrag zur Lkw-Maut 2026 in Österreich, Deutschland und Italien.

Häufige Fragen

Bei einer Komplettladung (englisch Full Truck Load, FTL) steht ein ganzer Lkw nur für Ihre Sendung zur Verfügung. Er fährt direkt von der Lade- zur Entladestelle, ohne Umladen und ohne andere Sendungen.

Eine Teilladung belegt einen Teil der Ladefläche und fährt meist direkt, zusammen mit anderen Sendungen. Sammelgut läuft über Umschlaglager, wird dort gebündelt und wieder verteilt.

Ein Sattelauflieger hat 13,6 Lademeter. Darauf passen 33 Europaletten oder 26 Industriepaletten in einer Lage.

0,4 Lademeter. Gerechnet wird Länge mal Breite (1,20 × 0,80 Meter) geteilt durch die Ladeflächenbreite von 2,4 Metern.

Als Faustregel raten wir ab 10 Lademetern zur Komplettladung, das sind 25 Europaletten. Bei termingebundener, empfindlicher oder sperriger Ware kann sie auch schon früher die bessere Wahl sein.

Komplettladung anfragen

Sie sind unsicher, ob Ihre Sendung als Komplett- oder Teilladung fahren sollte? Spedination organisiert Komplettladungen in ganz Europa, von Langkampfen bei Kufstein aus. Sprechen Sie uns an: office@spedination.com, +43 5372 21960.

Quellen

 
 

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